Personalausweis, Reisepass, Kinderausweis beantragen – alle Schritte, Dokumente, Fristen und Behörden auf einen Blick.
Für Dokumente und Ihren rechtlichen Status in Deutschland gibt es klare Verfahren. Für Ausweis & Reisepass – Personalausweis, Reisepass, Kinderausweis beantragen – führt diese Seite mit 5 Checklisten mit insgesamt 37 Schritten Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Alle benötigten Unterlagen, zuständigen Behörden und wichtigen Fristen finden Sie direkt im jeweiligen Schritt.
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📋 Personalausweis beantragen oder verlängern
Termin bei der Bürgeramt oder Bürgerbüro vereinbaren
Termin beim Bürgeramt Ihres Wohnortes. In Großstädten (Berlin, Hamburg, München, Köln)
Termin zwingend, 2-4 Wochen im Voraus. In kleineren Gemeinden oft spontan ohne Termin möglich. Terminvereinbarung online (Bürgerserviceportal) oder telefonisch.
Digitales Passfoto beschaffen
Seit dem 01.05.2025 sind gedruckte Papierfotos bei der Beantragung von Personalausweis und Reisepass nicht mehr zulässig. Das biometrische Lichtbild muss ausschließlich digital übermittelt werden.
Wo erhalten Sie das digitale Foto? - Direkt beim Bürgeramt: Das PointID-System der Bundesdruckerei ist in vielen Ämtern installiert und nimmt das Foto dort auf (Gebühr ca. 6 EUR). - Bei einem zertifizierten Fotografen: Das Studio übermittelt das Foto digital mit einem Code, den Sie beim Amt angeben. - Bei bestimmten Drogerien oder Fotoautomaten mit digitaler Übermittlungsfunktion.
Ein selbst ausgedrucktes Foto aus dem Heimdrucker oder ein klassisches Passfoto aus dem Fotoautomaten wird abgelehnt.
Praxistipp: Prüfen Sie vorab auf der Website Ihres Bürgeramts, ob das Foto-System vor Ort verfügbar ist oder ob Sie ein Foto mitbringen sollen – und was der Anbieter dann technisch unterstützt.
Bei Verlust oder Diebstahl: Verlustanzeige erstatten
Verlust oder Diebstahl umgehend
Verlustanzeige bei Polizei erstatten. Online (je nach Bundesland), telefonisch oder persönlich. Bescheinigung mit Aktenzeichen beim Bürgeramt vorlegen. Bürgeramt sperrt Ausweis automatisch beim Ersatzantrag (Schutz vor Missbrauch). Wiedergefundener alter Ausweis wird nach Neuausstellung ungültig.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Bei jeder Polizeiwache oder online (je nach Bundesland).
Kosten: Kostenlos.
Wichtig: Sofort nach Bemerken des Verlusts erstatten (Schutz vor Identitätsmissbrauch).
Praxistipp: Original oder Kopie ausdrucken und zum Bürgeramt mitbringen - manche Ämter akzeptieren auch das Aktenzeichen.
Erforderliche Unterlagen vorbereiten und mitnehmen
erforderliche Unterlagen vor (Originalform). Bei
Erstantrag: Geburtsurkunde. Bei
Verlängerung: Alter Ausweis. Bei
Ersatz: Verlustanzeige.
Immer: Biometrisches Passfoto (35×45 mm, <6 Monate, frontal, neutral, hell). Seit 01.05.2025 (Übergangsfrist bis 31.07.2025 abgelaufen) sind nur noch digitale Lichtbilder zulässig. Papierfotos werden nicht mehr akzeptiert.
Benötigte Unterlagen
Seit 01.05.2025 (Übergangsfrist bis 31.07.2025 abgelaufen) sind nur noch digitale Lichtbilder zulässig. Papierfotos werden nicht mehr akzeptiert.
Wo bekommen: Zertifizierter Fotograf, Drogeriemärkte (z.B. dm, Rossmann) oder direkt beim Bürgeramt (gegen Gebühr ca. 6 EUR).
Anforderungen: Frontal, neutral, heller Hintergrund, keine Kopfbedeckung, nicht älter als 6 Monate.
Praxistipp: Beim zertifizierten Fotografen machen lassen - digitale Übergabe direkt ans Bürgeramt möglich. Fotoautomaten mit digitalem Output (z.B. dm, Rossmann) sind ebenfalls zulässig.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Standesamt Ihres Geburtsortes (falls verloren: Neuausstellung ca. 10-15 EUR).
Gültig: Unbegrenzt.
Praxistipp: Bei Minderjährigen unter 18 auch Geburtsurkunden der Eltern mitbringen.
Wo: Aus Ihrem Besitz.
Wichtig: Wird bei Verlängerung eingezogen oder entwertet.
Praxistipp: Bei Verlängerung gilt oft: Ausweis mitbringen, auch wenn abgelaufen - erleichtert Identitätsprüfung.
Wo bekommen: Standesamt (Heiratsurkunde) oder Familiengericht (Scheidungsurteil).
Kosten: Neuausstellung ca. 10-15 EUR.
Praxistipp: Ohne Nachweis wird der alte Name im Ausweis beibehalten.
Wo bekommen: Bei Polizei (siehe Schritt 3).
Kosten: Kostenlos.
Praxistipp: Sofort nach Verlust erstatten - schützt vor Missbrauch.
Persönlich zum Termin erscheinen und Fingerabdrücke abnehmen lassen
persönlich beantragt werden (keine Vertretung, außer Minderjährige <16 mit Eltern). Vor Ort:
Zwei Fingerabdrücke (Zeigefinger links/rechts) digital erfassen, im Chip gespeichert. Pflicht ab
6 Jahren (§5 Abs. 9 PAuswG). Kinder unter 6 Jahren sind von der Fingerabdruckpflicht ausgenommen. Alter Ausweis wird eingezogen/entwertet. Personalien aufnehmen/aktualisieren (Adresse, Familienstand).
Benötigte Unterlagen
Praxistipp: Legen Sie alle Dokumente in eine Mappe, damit Sie am Schalter nichts vergessen.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Wird meist beim Termin direkt am PC vom Sachbearbeiter ausgefüllt. Kann aber auch vorab online heruntergeladen werden (je nach Gemeinde).
Kosten: Kostenlos (im Rahmen der Ausweisgebühr).
Praxistipp: Die meisten Bürgerämter füllen das Formular direkt am PC aus - Sie müssen es nicht mitbringen. Bei Online-Terminbuchung wird manchmal ein PDF-Formular zum Ausfüllen angeboten.
eID-Funktion aktivieren und PIN-Brief erhalten
Online-Ausweisfunktion (eID) ist standardmäßig aktiviert (seit 15.07.2017). Ermöglicht Online-Ausweis bei Behörden/Unternehmen (BAföG, Führungszeugnis, Kontoeröffnung). Im Bürgeramt 6-stellige Transport-PIN setzen oder per Brief zugeschickt bekommen. Nach Erhalt sofort in persönliche PIN ändern (BundesIdent-App). Nutzung: NFC-Smartphone mit
BundesIdent-App (früher: AusweisApp2, seit 2024 umbenannt – wer nach 'AusweisApp2' sucht, findet die App ggf. nicht mehr) oder Kartenleser am PC.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Wird automatisch per Post zugestellt (ca. 1-2 Wochen nach Beantragung, getrennt vom Ausweis).
Kosten: Kostenlos.
Wichtig: Sofort in persönliche PIN ändern (über
BundesIdent-App – früher AusweisApp2, seit 2024 umbenannt).
Praxistipp: PIN-Brief kommt separat vom Ausweis aus Sicherheitsgründen - nicht wegwerfen!
Gebühren bezahlen und Abholschein erhalten (AB HIER BEZAHLT)
Gebühr direkt im Bürgeramt (bar oder EC-Karte).
Kosten ab 07.02.2026: 46 EUR (ab 24 Jahre, Gültigkeit 10 Jahre) oder 27,60 EUR (unter 24, Gültigkeit 6 Jahre). Bei Verlust/Diebstahl: +10 EUR Ersatzgebühr. Vorläufiger Ausweis: 10 EUR (3 Monate). Sie erhalten
Abholschein mit voraussichtlichem Termin (3-6 Wochen).
Hinweis Postzustellung (optional): Seit 01.05.2025 können fertige Ausweisdokumente gegen eine Gebühr von 15 EUR per Post nach Hause zugestellt werden. Diese Option kann beim Antrag ausgewählt werden.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Wird direkt im Bürgeramt nach Bezahlung ausgehändigt.
Kosten: Im Preis enthalten.
Gültig: Ca. 3-6 Wochen Wartezeit.
Praxistipp: Gut aufbewahren und zusätzlich mit dem Smartphone fotografieren - ohne Abholschein ist die Abholung erschwert.
Wartezeit überbrücken (Ländlich 3-4 Wochen, Großstadt 5-8 Wochen) – ggf. vorläufigen Ausweis beantragen
Dringlichkeit: Vorläufigen Personalausweis beantragen (sofort ausgestellt, 3 Monate gültig, 10 EUR, Papierdokument, gilt in Deutschland/EU). Für Reisen außerhalb EU: Reisepass nötig.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Sofort im Bürgeramt bei Bedarf.
Kosten: 10 EUR.
Gültig: 3 Monate.
Wichtig: Nur in Deutschland und EU gültig, KEINE eID-Funktion.
Praxistipp: Für dringende Behördengänge oder EU-Reisen geeignet - bei Flugreisen innerhalb EU wird oft auch der abgelaufene alte Ausweis akzeptiert.
Personalausweis abholen und auf Richtigkeit prüfen
Benachrichtigung (SMS/E-Mail), dass Ausweis abholbereit ist. Manchmal keine - ab Datum auf Abholschein selbst prüfen. Zur Abholung:
Persönlich erscheinen, Abholschein + Ausweisdokument (Führerschein, vorläufiger Ausweis, Reisepass) mitbringen. Sofort prüfen: Name, Geburtsdatum, Adresse, Foto, Gültigkeit korrekt? Bei Fehlern sofort reklamieren (kostenlose Neuausstellung).
Auf Rückseite unterschreiben (blauer/schwarzer Kugelschreiber).
Benötigte Unterlagen
Wo: Aus Schritt 7.
Wichtig: Ohne Abholschein ist die Abholung erschwert (zusätzliche Identitätsprüfung nötig).
Praxistipp: Falls verloren, Smartphone-Foto vorzeigen oder telefonisch Vorgangsnummer erfragen.
Wo: Aus Ihrem Besitz.
Wichtig: Persönliche Abholung zwingend.
Praxistipp: Nehmen Sie auch den abgelaufenen alten Ausweis mit, falls Sie keinen anderen Ausweis haben.
Dokument per Post empfangen (optional)
Seit dem 01.05.2025 können fertige Personalausweise und Reisepässe gegen einen Aufpreis von 15 EUR direkt nach Hause gesendet werden. Sie müssen diese Option bereits beim Beantragen im Bürgerbüro aktiv anfragen und auswählen.
Das Dokument wird an die bei der Behörde gespeicherte Meldeadresse zugestellt. Eine Abholung im Amt ist weiterhin kostenlos möglich.
Praxistipp: Der Postversand ist besonders praktisch, wenn Sie nach der Beantragung beruflich unterwegs sind oder weite Wege zum Bürgeramt haben. Denken Sie daran: Sie brauchen dann keinen zweiten Termin für die Abholung.
📋 Reisepass beantragen oder verlängern
Termin beim Bürgeramt vereinbaren
Termin beim Bürgeramt oder Passbehörde. In Großstädten zwingend (Wartezeit 2-4 Wochen), kleinere Gemeinden oft spontan. Terminvereinbarung online/telefonisch. Bei
Express-Reisepass: Telefonisch nachfragen, ob angeboten (nicht alle Ämter, besonders kleinere Gemeinden nicht). Dringende Fälle: Notfall-Termine möglich.
Digitales Passfoto beschaffen
Seit dem 01.05.2025 sind gedruckte Papierfotos bei der Beantragung von Personalausweis und Reisepass nicht mehr zulässig. Das biometrische Lichtbild muss ausschließlich digital übermittelt werden.
Wo erhalten Sie das digitale Foto? - Direkt beim Bürgeramt: Das PointID-System der Bundesdruckerei ist in vielen Ämtern installiert und nimmt das Foto dort auf (Gebühr ca. 6 EUR). - Bei einem zertifizierten Fotografen: Das Studio übermittelt das Foto digital mit einem Code, den Sie beim Amt angeben. - Bei bestimmten Drogerien oder Fotoautomaten mit digitaler Übermittlungsfunktion.
Ein selbst ausgedrucktes Foto aus dem Heimdrucker oder ein klassisches Passfoto aus dem Fotoautomaten wird abgelehnt.
Praxistipp: Prüfen Sie vorab auf der Website Ihres Bürgeramts, ob das Foto-System vor Ort verfügbar ist oder ob Sie ein Foto mitbringen sollen – und was der Anbieter dann technisch unterstützt.
Bei Verlust oder Diebstahl: Verlustanzeige erstatten
Verlust/Diebstahl umgehend
Verlustanzeige bei Polizei erstatten (wichtig wegen Missbrauchsgefahr: Identitätsdiebstahl, Visabetrug). Bei Verlust im Ausland: Sofort deutsche
Botschaft/Konsulat kontaktieren -
Notreisepass (ca. 30 EUR, nur Rückreise, 1-2 Tage). Bescheinigung mit Aktenzeichen beim Bürgeramt vorlegen. Alter Pass wird international zur Fahndung ausgeschrieben (Interpol).
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Bei jeder Polizeiwache oder online (je nach Bundesland).
Kosten: Kostenlos.
Wichtig: Sofort erstatten wegen Missbrauchsgefahr (Identitätsdiebstahl, Visabetrug).
Praxistipp: Bei Verlust im Ausland: Sofort deutsche Botschaft/Konsulat kontaktieren für Notreisepass (ca. 30 EUR, 1-2 Tage).
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Deutsche Botschaft oder Konsulat im Ausland.
Kosten: Ca. 30 EUR.
Dauer: 1-2 Tage.
Gültig: Nur für Rückreise nach Deutschland.
Praxistipp: Nach Rückkehr regulären Reisepass im Bürgeramt beantragen.
Erforderliche Unterlagen vorbereiten und mitnehmen
Erstantrag: Geburtsurkunde (Original), Personalausweis. Bei
Verlängerung: Alter Reisepass, Personalausweis. Bei
Ersatz: Verlustanzeige, Personalausweis.
Immer: Biometrisches Passfoto (35×45 mm, <6 Monate, frontal, neutral, hell, Augen sichtbar, keine starke Brille). Seit 01.05.2025 (Übergangsfrist bis 31.07.2025 abgelaufen) sind nur noch digitale Lichtbilder zulässig. Papierfotos werden nicht mehr akzeptiert. Bei
Express: Nachweis dringender Reise (Flugbuchung, Hotel, Trauerfall).
Benötigte Unterlagen
Seit 01.05.2025 (Übergangsfrist bis 31.07.2025 abgelaufen) sind nur noch digitale Lichtbilder zulässig. Papierfotos werden nicht mehr akzeptiert. Digitales Foto erhalten Sie bei zertifizierten Fotografen, in Drogeriemärkten (z.B. dm, Rossmann) oder direkt beim Bürgeramt (gegen Gebühr ca. 6 EUR).
Wichtig: Frontal, neutraler Gesichtsausdruck, heller Hintergrund, Augen sichtbar, keine dicke Brille, nicht älter als 6 Monate.
Praxistipp: Zertifizierte Fotografen können das Bild direkt digital übermitteln – spart Zeit und verhindert Ablehnungen.
Wo: Immer dabei haben.
Praxistipp: Bei Reisepass zusätzlich Meldebescheinigung mitbringen (erhältlich beim Bürgeramt).
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Standesamt Ihres Geburtsortes (falls verloren: Neuausstellung ca. 10-15 EUR).
Gültig: Unbegrenzt.
Praxistipp: Gut aufbewahren - wird für viele Lebensereignisse benötigt.
Wo: Aus Ihrem Besitz.
Wichtig: Wird entwertet (durchlocht) und zurückgegeben - dürfen Sie behalten.
Praxistipp: Enthält oft wichtige Visa-Stempel als Nachweis früherer Reisen.
Beispiele: Flugticket, Hotelbuchung, Trauerfall-Bescheinigung, ärztliches Attest.
Wo bekommen: Je nach Situation (Airline, Hotel, Arzt, Standesamt).
Praxistipp: Kann verlangt werden - nicht alle Ämter prüfen es streng.
Wo bekommen: Standesamt (Heiratsurkunde) oder Familiengericht (Scheidungsurteil).
Kosten: Neuausstellung ca. 10-15 EUR.
Praxistipp: Ohne Nachweis wird der alte Name beibehalten.
Wo bekommen: Bei Polizei (siehe Schritt 3).
Kosten: Kostenlos.
Praxistipp: Sofort nach Verlust erstatten - schützt vor Missbrauch.
Persönlich zum Termin erscheinen und Fingerabdrücke abnehmen lassen
persönlich beantragt werden (Ausnahme: Kinder <10 durch Eltern vertreten, ab 10 Anwesenheit).
Zwei Fingerabdrücke (Zeigefinger links/rechts) digital erfassen, im Chip gespeichert. Pflicht ab 6 Jahren (Kinder unter 6 Jahren: keine Fingerabdrücke). Alter Reisepass wird entwertet (durchlocht) und zurückgegeben - dürfen Sie behalten (Erinnerung, Visa-Nachweis).
Benötigte Unterlagen
Praxistipp: Legen Sie alles in eine Mappe, damit Sie nichts vergessen.
Seitenzahl und Express-Option wählen (falls zutreffend)
32 Seiten (Standard,
70 EUR ab 24 J., Erhöhung ab 07.02.2026) oder
48 Seiten (Vielreisende,
92 EUR ab 24 J., +22 EUR, 50% mehr Platz). Unter 24 Jahre: 37,50 EUR (32 S.) bzw. 59,50 EUR (48 S.).
Express-Reisepass: Innerhalb 3 Werktagen (Mo-Fr), +32 EUR Aufpreis. Frist ab nächstem Werktag (Mo→Do, Di→Fr, Fr→Mi). Bei Express: Persönliche Abholung (KEINE Post!). Sinnvoll bei dringenden Reisen <1 Woche.
Gebühren bezahlen und Abholschein erhalten (AB HIER BEZAHLT)
Kosten ab 07.02.2026: 70 EUR (32 S., ab 24 J., 10 J. gültig), 92 EUR (48 S., ab 24 J.), 37,50 EUR (unter 24 J., 32 S., 6 J. gültig), 59,50 EUR (unter 24 J., 48 S.). Express: +32 EUR. Ersatz bei Verlust: +6 EUR. Sie erhalten
Abholschein mit Abholtermin: Normal 4-6 Wochen, Express 3 Werktage.
Hinweis Postzustellung (optional): Seit 01.05.2025 können fertige Reisepässe gegen eine Gebühr von 15 EUR per Post nach Hause zugestellt werden. Diese Option kann beim Antrag ausgewählt werden.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Wird direkt im Bürgeramt nach Bezahlung ausgehändigt.
Kosten: Im Preis enthalten.
Gültig: Normal 4-6 Wochen, Express 3 Werktage.
Praxistipp: Gut aufbewahren und zusätzlich fotografieren - ohne Abholschein ist Abholung erschwert.
Wartezeit überbrücken (3 Werktage bei Express, Ländlich 4-5 Wochen, Großstadt 6-10 Wochen bei Standard)
Express: 3 Werktage, nur persönliche Abholung (keine Post). Wartezeit: Innerhalb EU mit Personalausweis reisen möglich. Außerhalb EU ohne Pass:
Vorläufiger Reisepass (sofort, 26 EUR, 1 Jahr, NICHT biometrisch - USA, Australien, Kanada lehnen ab!).
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Sofort im Bürgeramt bei Bedarf.
Kosten: 26 EUR.
Gültig: 1 Jahr.
Wichtig: KEIN biometrischer Chip - USA, Australien, Kanada lehnen ab!
Praxistipp: Nur für Notfälle - viele Länder akzeptieren nur biometrische Pässe. Für EU-Reisen reicht der Personalausweis.
Reisepass abholen und auf Richtigkeit prüfen
Persönlich abholen mit Abholschein + Ausweisdokument (Personalausweis, Führerschein). Sofort prüfen: Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Passnummer, Foto, Gültigkeit korrekt? Bei Fehlern sofort reklamieren (kostenlose Neuausstellung).
Auf Seite 3 unterschreiben (blau/schwarz Kugelschreiber).
Benötigte Unterlagen
Wo: Aus Schritt 7.
Wichtig: Ohne Abholschein ist Abholung erschwert.
Praxistipp: Falls verloren, Smartphone-Foto vorzeigen oder Vorgangsnummer telefonisch erfragen.
Wo: Aus Ihrem Besitz.
Wichtig: Persönliche Abholung zwingend.
Praxistipp: Fotografieren Sie die Datenseite des neuen Passes und speichern Sie das Foto in der Cloud - bei Verlust im Ausland können Sie der Botschaft so schnell alle Daten übermitteln.
Dokument per Post empfangen (optional)
Seit dem 01.05.2025 können fertige Personalausweise und Reisepässe gegen einen Aufpreis von 15 EUR direkt nach Hause gesendet werden. Sie müssen diese Option bereits beim Beantragen im Bürgerbüro aktiv anfragen und auswählen.
Das Dokument wird an die bei der Behörde gespeicherte Meldeadresse zugestellt. Eine Abholung im Amt ist weiterhin kostenlos möglich.
Praxistipp: Der Postversand ist besonders praktisch, wenn Sie nach der Beantragung beruflich unterwegs sind oder weite Wege zum Bürgeramt haben. Denken Sie daran: Sie brauchen dann keinen zweiten Termin für die Abholung.
📋 Kinderreisepass & Reisedokumente für Kinder (WICHTIG: Änderungen 2024)
WICHTIG: Kinderreisepass seit 01.01.2024 ABGESCHAFFT – Alternativen kennen
(1) Biometrischer Reisepass (wie Erwachsene, günstiger, kürzere Gültigkeit) oder
(2) Personalausweis (nur EU-Reisen). Abgeschafft weil viele Länder (USA, Australien, Südafrika) nicht mehr akzeptierten.
Variante 1: Personalausweis für Kinder (ab Geburt möglich)
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Standesamt des Geburtsortes (bei Verlust: Neuausstellung ca. 10-15 EUR).
Gültig: Unbegrenzt.
Praxistipp: Gut aufbewahren - wird für viele Kinderangelegenheiten benötigt.
Wo: Immer dabei haben.
Wichtig: Beide Eltern müssen persönlich erscheinen oder Vollmacht vorlegen.
Praxistipp: Bei alleinigem Sorgerecht: Negativattest oder Sorgerechtsbeschluss mitbringen.
Wo bekommen: Fotograf mit Baby-Erfahrung (15-25 EUR).
Wichtig: Frontal, Augen geöffnet, neutraler Ausdruck, heller Hintergrund.
Praxistipp: Automaten ungeeignet für Babys - zum professionellen Fotografen gehen.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Jugendamt (Negativattest) oder Familiengericht (Sorgerechtsbeschluss).
Kosten: Negativattest meist kostenlos.
Praxistipp: Mit Negativattest kann ein Elternteil allein den Antrag stellen.
Variante 2: Biometrischer Reisepass für Kinder (ab Geburt, weltweit gültig)
weltweit gültig. Kosten: 37,50 EUR (unter 24 J.). Gültigkeit: 6 Jahre. Ausstellung: 4-6 Wochen (Express: 3 Werktage, +32 EUR).
Fingerabdrücke: Erst ab 6 Jahren (unter 6 Jahren: keine). Vorteile: Weltweit, Visa-Anträge. Nachteile: Teurer, Kinder verändern sich schnell. Zwingend für Fernreisen (USA, Asien, Afrika). Viele Länder verlangen 6 Monate Restgültigkeit!
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Standesamt des Geburtsortes (bei Verlust: Neuausstellung ca. 10-15 EUR).
Gültig: Unbegrenzt.
Praxistipp: Original mitbringen - Kopien werden nicht akzeptiert.
Wo: Immer dabei haben.
Wichtig: Beide Eltern müssen persönlich erscheinen oder Vollmacht vorlegen.
Praxistipp: Bei alleinigem Sorgerecht: Negativattest oder Sorgerechtsbeschluss mitbringen.
Wo bekommen: Fotograf mit Baby-Erfahrung (15-25 EUR).
Wichtig: Frontal, Augen geöffnet, neutraler Ausdruck, heller Hintergrund.
Praxistipp: Bei Babys: Nach Mittagsschlaf fotografieren, wenn wach und entspannt.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Jugendamt (Negativattest) oder Familiengericht (Sorgerechtsbeschluss).
Kosten: Negativattest meist kostenlos.
Praxistipp: Original mitbringen - erleichtert die Beantragung erheblich.
Biometrisches Passfoto für Babys und Kleinkinder erstellen lassen
biometrische Anforderungen: Frontal, neutraler Ausdruck (kein Lächeln), Augen geöffnet/sichtbar, heller Hintergrund, Kind allein (keine Eltern/Spielzeug). Bei Babys <6 Monate: Augen geöffnet zwingend, neutraler Ausdruck nicht streng. Zu
professionellem Fotografen mit Baby-Erfahrung (15-25 EUR, spezielle Baby-Shootings). Automaten ungeeignet. Manche kommen nach Hause.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Fotograf mit Baby-Erfahrung (15-25 EUR).
Wichtig: Frontal, Augen geöffnet, neutraler Ausdruck, heller Hintergrund, Kind allein im Bild.
Praxistipp: Baby auf weiße Decke legen und von oben fotografieren. Nach Mittagsschlaf fotografieren, wenn Baby wach und entspannt ist.
Beide Eltern müssen persönlich beim Termin erscheinen (oder Vollmacht vorlegen)
schriftlicher Vollmacht (beglaubigte Unterschrift) des anderen. Bei
alleinigem Sorgerecht: Ein Elternteil genügt - Negativattest oder Sorgerechtsbeschluss mitbringen. Kind selbst anwesend (außer Neugeborene <3 Monate). Vollmacht muss notariell/vom Bürgeramt beglaubigt sein (einfache Unterschrift reicht nicht).
Benötigte Unterlagen
Wo: Immer dabei haben.
Wichtig: Beide Eltern müssen persönlich erscheinen.
Praxistipp: Falls ein Elternteil nicht kann, Vollmacht vorab ausstellen lassen.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Notar (20-30 EUR) oder Bürgeramt (kostenlos bis 5 EUR, je nach Bundesland).
Inhalt: 'Ich bevollmächtige [Elternteil] zur Beantragung von Ausweis/Pass für [Kind].'
Praxistipp: Einfache Unterschrift reicht NICHT - muss beglaubigt sein.
Wo bekommen: Jugendamt (Negativattest kostenlos) oder Familiengericht (Sorgerechtsbeschluss).
Wichtig: Original mitbringen.
Praxistipp: Mit Negativattest kann ein Elternteil allein den Antrag stellen - keine Vollmacht nötig.
Kosten zahlen und Dokument abholen (nach 3-6 Wochen)
27,60 EUR Personalausweis (unter 24 J.) oder
37,50 EUR Reisepass (unter 24 J.). Express-Reisepass: +32 EUR. Bearbeitungszeit: 3-6 Wochen. Abholschein mit Abholdatum. Zur Abholung: Ein Elternteil persönlich (Kind muss nicht mit). Sofort prüfen: Name, Geburtsdatum, Foto korrekt? Bei Fehlern sofort reklamieren (kostenlose Neuausstellung). Für Babys/Kleinkinder: 10 Wochen Vorlaufzeit einplanen!
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Direkt im Bürgeramt nach Bezahlung ausgehändigt.
Kosten: Im Preis enthalten.
Gültig: 3-6 Wochen Wartezeit (Großstadt vor Ferienzeiten 6-10 Wochen).
Praxistipp: Gut aufbewahren - ohne Abholschein ist Abholung erschwert.
Wo: Immer dabei haben.
Wichtig: Ein Elternteil muss persönlich erscheinen, Kind muss nicht mit.
Praxistipp: Bei Abholung alle Daten sofort prüfen (Name, Geburtsdatum, Foto) - bei Fehlern kostenlose Neuausstellung möglich.
📋 Führungszeugnis beantragen
Verwendungszweck klären und richtige Art des Führungszeugnisses auswählen
Art Führungszeugnis benötigt wird (Auskunft über strafrechtliche Verurteilungen).
4 Arten: (1)
Einfach (N): Arbeitgeber, Vermieter, Adoption, Waffenschein, Visa (13 EUR). (2)
Erweitert (NE): Kinder-/Jugendarbeit (Trainer, Erzieher, Lehrer), enthält auch geringfügige Sexualdelikte (13 EUR, braucht schriftliche Aufforderung). (3)
Behördlich (O): Direkt an Behörde/Arbeitgeber öffentl. Dienst (kostenlos). (4)
Europäisch (NR): Mit EU-Einträgen, für Ausland (13 EUR).
Führungszeugnis online beantragen (mit eID) oder persönlich im Bürgeramt
Online (www.fuehrungszeugnis.bund.de): Personalausweis mit aktivierter eID +
BundesIdent-App (früher AusweisApp2, seit 2024 umbenannt – wer nach 'AusweisApp2' sucht, findet die App ggf. nicht mehr), 24/7 möglich, schneller. Authentifizierung mit 6-stelliger PIN. Bezahlung Überweisung/Lastschrift. (2)
Persönlich im Bürgeramt: Termin, Personalausweis, Antrag ausfüllen, Gebühr bar/EC-Karte. Bei
erweitertem: Schriftliche Aufforderung vorlegen. Bei
behördlichem: Behörde/Arbeitgeber angeben (geht direkt dorthin).
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: eID wird beim Bürgeramt aktiviert,
BundesIdent-App kostenlos downloaden (iOS, Android, Windows, Mac) – die App hieß früher 'AusweisApp2' und wurde 2024 umbenannt. Wer nach 'AusweisApp2' sucht, findet die App ggf. nicht mehr.
Wichtig: Transport-PIN vorher in persönliche PIN ändern.
Praxistipp: Online-Antrag spart Zeit - 2-3 Wochen schneller als persönlicher Antrag.
Wo: Immer dabei haben.
Wichtig: Im Bürgeramt vorlegen.
Praxistipp: Mit Reisepass zusätzlich Meldebescheinigung mitbringen.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Von der Stelle, die das erweiterte Zeugnis verlangt.
Inhalt: '[Name] benötigt ein erweitertes Führungszeugnis für [Tätigkeit].'
Wichtig: Original oder Kopie mitbringen.
Praxistipp: Ohne Aufforderung kann kein erweitertes Zeugnis beantragt werden.
Gebühr bezahlen (13 EUR, bei behördlichem Zeugnis kostenlos)
13 EUR (einfach, erweitert, europäisch).
Behördliches kostenlos. Bei
Online: Überweisung (Vorgangsnummer im Verwendungszweck) oder SEPA-Lastschrift. Bearbeitung erst nach Zahlungseingang (Überweisung: 1-2 Werktage). Bei
persönlich im Bürgeramt: Sofort bar/EC-Karte. Mehrere Zeugnisse: Je einzeln beantragen + bezahlen (kein Mengenrabatt).
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Online-Banking nach Überweisung oder SEPA-Lastschrift.
Wichtig: Vorgangsnummer im Verwendungszweck angeben.
Kosten: 13 EUR (einfach, erweitert, europäisch), behördlich kostenlos.
Praxistipp: Lastschrift-Option ist am schnellsten - sofortige Abbuchung, kein Warten auf Zahlungseingang.
Wo bekommen: Direkt im Bürgeramt nach Bezahlung.
Kosten: 13 EUR (einfach, erweitert, europäisch), behördlich kostenlos.
Praxistipp: Gut aufbewahren als Nachweis der Zahlung.
Identitätsprüfung abschließen (online per eID oder persönlich)
Online: Authentifizierung mit Personalausweis + eID (
BundesIdent-App, früher AusweisApp2 – seit 2024 umbenannt), 6-stellige PIN. App liest Chip-Daten, übermittelt verschlüsselt an Bundesamt für Justiz. Bei
persönlich: Vorlage Personalausweis im Bürgeramt, Mitarbeiter prüft. Wichtig: Führungszeugnis nur an
aktuelle Meldeadresse. Bei Umzug: Vorher ummelden oder neue Adresse angeben (online möglich).
Führungszeugnis abwarten (Ländlich 2-3 Wochen, Großstadt 3-5 Wochen per Post)
Bundesamt für Justiz (Bonn) Führungszeugnis, per Post an Meldeadresse.
Bearbeitungszeit Online: Ländlich 2-3 Wochen, Großstadt 3-5 Wochen.
Persönlich im Bürgeramt: Ländlich 3-4 Wochen, Großstadt 4-6 Wochen (länger wegen Weiterleitung). Vor Ferien/Semesterbeginn: +1-2 Wochen. Im verschlossenen Umschlag (nicht öffnen, falls an Arbeitgeber!). Bei
behördlichem: Direkt an Behörde (Sie erhalten keine Kopie).
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Per Post an Meldeadresse vom Bundesamt für Justiz (Bonn).
Dauer: Ländlich 2-3 Wochen (online) bzw. 3-4 Wochen (persönlich), Großstadt 3-5 Wochen (online) bzw. 4-6 Wochen (persönlich).
Gültig: Meist 3 Monate (Nachfragen bei Arbeitgeber!).
Praxistipp: Kommt im verschlossenen Umschlag - nicht öffnen, falls direkt an Arbeitgeber weitergeben.
Bei Bedarf: Apostille oder Beglaubigung für Auslandsverwendung beantragen
Auslandsverwendung (Arbeitserlaubnis, Visum, Einwanderung) oft
Apostille nötig. Internationaler Beglaubigungsstempel (Haager Übereinkommen), bestätigt Echtheit. Von Regierungspräsidium/Landesverwaltungsamt/Senatsverwaltung Ihres Bundeslandes. Kosten: 10-25 EUR, Dauer: 1-2 Wochen. Für Länder außerhalb Apostille-Übereinkommen (Kanada, manche asiatische Länder): Zusätzlich Beglaubigung durch Auswärtiges Amt Berlin (25 EUR, 2-3 Wochen). Manche Länder (USA, Australien): Beglaubigte Übersetzung Englisch (vereidigter Übersetzer, 50-100 EUR).
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Regierungspräsidium, Landesverwaltungsamt oder Senatsverwaltung Ihres Bundeslandes.
Kosten: 10-25 EUR.
Dauer: 1-2 Wochen.
Wichtig: Bestätigt Echtheit des Führungszeugnisses.
Praxistipp: Klären Sie vorab mit ausländischer Stelle, welche Beglaubigung benötigt wird - oft gibt es länderspezifische Anforderungen.
Wo bekommen: Auswärtiges Amt Berlin.
Kosten: Ca. 25 EUR.
Dauer: 2-3 Wochen.
Praxistipp: Wird zusätzlich zur Apostille benötigt - erst Apostille, dann Auswärtiges Amt.
Wo bekommen: Vereidigter Übersetzer (online suchen oder beim Gericht erfragen).
Kosten: Ca. 50-100 EUR.
Dauer: 1-2 Wochen.
Wichtig: Muss von vereidigtem/beeidigtem Übersetzer gemacht werden.
Praxistipp: Für USA, Australien, Neuseeland meist erforderlich.
📋 Meldebescheinigung beantragen
Zweck klären: einfache oder erweiterte Meldebescheinigung?
einfache Meldebescheinigung bestätigt Name, Geburtsdatum und aktuelle Anschrift. Sie reicht für die meisten Alltagszwecke: Wohnungssuche (Vermieter), Kontoeröffnung bei Banken, Krankenversicherung oder allgemeine Behördengänge. Die
erweiterte Meldebescheinigung enthält zusätzlich Angaben zu Staatsangehörigkeit, Familienstand, ggf. früheren Anschriften und Mitbewohnern – sie wird häufig für Visa-Anträge, Studienplatzzulassung im Ausland oder bestimmte Behördenvorgänge benötigt. Beide sind beim Einwohnermeldeamt bzw. Bürgeramt erhältlich.
Praxistipp: Fragen Sie die Stelle, die die Meldebescheinigung anfordert, explizit nach der benötigten Art (einfach oder erweitert) – falsche Art kann zu Verzögerungen führen.
Meldebescheinigung beantragen: online, persönlich oder per Post
Meldebehörde beantragen werden, bei der Sie auch gemeldet sind (Bürgeramt, Einwohnermeldeamt oder Stadtverwaltung Ihres Wohnorts).
3 Wege: (1)
Online: Viele Kommunen bieten Online-Beantragung über Bürgerportale oder BundID an – schnellste Möglichkeit, oft ohne Termin, Bescheinigung kommt per Post oder als PDF. (2)
Persönlich vor Ort: Kein Termin in kleineren Gemeinden nötig, in Großstädten (Berlin, München, Hamburg) oft Termin erforderlich. (3)
Per Post oder E-Mail: Formloser schriftlicher Antrag mit Personalausweis-Kopie und ggf. IBAN für Gebührenüberweisung. Bei Online-Beantragung oft sofort als PDF verfügbar.
Wichtig: Die Bescheinigung gilt als
behördliches Dokument – gefälschte oder selbst erstellte Dokumente sind strafbar!
Praxistipp: Prüfen Sie zuerst die Website Ihres Bürgeramts auf Online-Beantragung – das spart Gang und Wartezeit.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Immer dabei.
Wichtig: Bei persönlichem Antrag vor Ort vorlegen. Bei schriftlichem Antrag Kopie beifügen.
Praxistipp: Online-Antrag läuft oft über BundID mit eID – dann nur Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion nötig.
Gebühren bezahlen (ca. 5-15 EUR, teils kostenlos für Behörden)
5-15 EUR sind üblich, in manchen Kommunen auch günstiger oder teurer. Für jede weitere Person (z.B. Familienmitglieder auf einer Bescheinigung) kommen ggf. zusätzliche Gebühren hinzu (ca. 5 EUR/Person).
Kostenlos ist die Meldebescheinigung, wenn Sie sie zur Vorlage bei einer anderen deutschen
Behörde benötigen (z.B. für Sozialamt, Jobcenter, Finanzamt). Zahlung: bar oder per EC-Karte (persönlich), per Überweisung (postalisch) oder online per Lastschrift/Kreditkarte.
Praxistipp: Geben Sie beim Antrag an, dass die Bescheinigung für eine Behörde bestimmt ist – dann entfällt die Gebühr. Bewahren Sie die Quittung auf.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Online-Banking nach Überweisung oder Zahlungsbestätigung des Portals.
Kosten: 5-15 EUR je nach Kommune.
Praxistipp: Fügen Sie beim postalischen Antrag einen Verrechnungsscheck oder bestätigen Sie die IBAN – viele Ämter warten erst auf Zahlungseingang.
Meldebescheinigung erhalten und auf Richtigkeit prüfen
sofort (persönlich oder bei Online-Antrag mit direktem PDF-Download) oder
per Post (1-5 Werktage). Prüfen Sie sofort auf Richtigkeit: Name, Geburtsdatum, vollständige aktuelle Anschrift korrekt? Für die
erweiterte Meldebescheinigung: Sind Familienstand und Staatsangehörigkeit korrekt angegeben?
Gültigkeit: Es gibt keine gesetzliche Fristbegrenzung für Meldebescheinigungen – viele Behörden, Vermieter und Banken akzeptieren sie jedoch nur, wenn sie
nicht älter als 3 Monate ist. Fragen Sie vorab nach, wie aktuell die Bescheinigung sein muss. Bei Fehlern wenden Sie sich sofort an das Bürgeramt.
Praxistipp: Beantragen Sie die Meldebescheinigung möglichst kurz vor dem Verwendungstermin – ältere Dokumente werden häufig nicht akzeptiert.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Vom Bürgeramt (persönlich, per Post oder online als PDF).
Inhalt einfach: Name, Geburtsdatum, aktuelle Anschrift, Meldedatum.
Inhalt erweitert: Zusätzlich Staatsangehörigkeit, Familienstand, ggf. frühere Anschriften.
Gültig: Keine gesetzliche Frist, aber praktisch max. 3 Monate (je nach Anforderung der anfordernden Stelle).
Kosten: 5-15 EUR (teils kostenlos für Behörden).
Praxistipp: Beantragen Sie eine Kopie mehr als nötig – viele Stellen behalten das Original und Sie brauchen eventuell mehrere Exemplare.
Meldebescheinigung für den richtigen Verwendungszweck einsetzen
Häufige Verwendungszwecke: (1)
Wohnungssuche: Vermieter verlangen oft Meldebescheinigung beim Mietbewerbungsgespräch als Adressnachweis. (2)
Kontoeröffnung: Banken und Sparkassen nutzen sie zur Adressverifizierung. (3)
Krankenversicherung: Beim Wechsel der Kasse oder bei Beginn studentischer Versicherung. (4)
Auslandsangelegenheiten: Visa-Anträge (oft erweiterte Meldebescheinigung mit Staatsangehörigkeit). (5)
Immatrikulation: Manche Hochschulen fordern sie als Adressnachweis. (6)
Behördengänge: Rentenversicherung, Arbeitsagentur, Jobcenter. Denken Sie daran: Bei Umzug müssen Sie sich
innerhalb von 2 Wochen ummelden (Bußgeld bis 1.000 EUR bei Verstoß). Eine Meldebescheinigung der alten Adresse ist dann wertlos – erst ummelden, dann Bescheinigung beantragen!
Praxistipp: Melden Sie sich nach einem Umzug sofort beim neuen Bürgeramt an – damit ist die Adresse in der Meldebescheinigung sofort korrekt.