Staatsbürgerschaft beantragen, Dokumente – alle Schritte, Dokumente, Fristen und Behörden auf einen Blick.
Für Dokumente und Ihren rechtlichen Status in Deutschland gibt es klare Verfahren. Für Einbürgerung – Staatsbürgerschaft beantragen, Dokumente – führt diese Seite mit 3 Checklisten mit insgesamt 18 Schritten Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Alle benötigten Unterlagen, zuständigen Behörden und wichtigen Fristen finden Sie direkt im jeweiligen Schritt.
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📋 Einbürgerung beantragen
Voraussetzungen für Einbürgerung prüfen
B1-Deutschkenntnisse, bestandener
Einbürgerungstest, keine Vorstrafen, Bekenntnis zur Grundordnung. Seit 27.06.2024: Doppelte Staatsbürgerschaft generell erlaubt.
Sozialleistungen – was schadet, was nicht: Schädlich (führen zu Ablehnung): Bürgergeld (SGB II), Sozialhilfe (SGB XII). Unschädlich (kein Hinderungsgrund): Kindergeld, Wohngeld, Arbeitslosengeld I (ALG I, da beitragsfinanziert), BAföG, Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz. Bei unverschuldetem Sozialhilfebezug (z.B. durch Krankheit) kann die Behörde Ermessen ausüben – individuell prüfen lassen.
10-Jahres-Sperrfrist prüfen
10-jährige Einbürgerungssperre für Sie gilt. Seit Januar 2026 gelten folgende Ausschlussgründe: (1) Vorlage gefälschter oder erschlichener Dokumente im Einbürgerungsverfahren, (2) rechtskräftige Verurteilung wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB), (3) rechtskräftige Verurteilung wegen antisemitischer Straftaten. In diesen Fällen ist eine Einbürgerung für 10 Jahre nach der Verurteilung bzw. dem Bekanntwerden der Falschangaben gesperrt. Falls keiner dieser Punkte zutrifft, sind Sie nicht betroffen und können mit dem Verfahren fortfahren.
Deutschkenntnisse nachweisen (B1-Niveau)
B1-Niveau). Anerkannt: B1-Zertifikat, deutsches Schulzeugnis, Berufsausbildung oder Hochschulstudium. Befreiung bei Alter (67+), Krankheit oder deutschem Abschluss. Falls kein Zertifikat: Integrationskurs mit DTZ-Prüfung. Hinweis: C1-Niveau kann als
besondere Integrationsleistung gewertet werden und – zusammen mit weiteren Faktoren wie ehrenamtlichem Engagement – zur verkürzten Aufenthaltsfrist von 5 Jahren führen. C1 allein verkürzt die Frist jedoch NICHT (gilt seit 30.10.2025).
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: VHS, Goethe-Institut, telc, TestDaF.
Prüfung: Schriftlich und mündlich.
Kosten: 120-180 EUR.
Gültigkeit: Unbegrenzt.
Praxistipp: Deutsche Schulabschlüsse oder Studium in Deutschland können das Zertifikat ersetzen - klären Sie das vorher!
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Goethe-Institut, telc, ÖSD, TestDaF oder durch Integrationskurs (DTZ-Prüfung).
Kosten Integrationskurs: 2,29 EUR/Unterrichtsstunde (ca. 600 Stunden à 45 Min), Prüfung ca. 150-200 EUR.
Dauer: Integrationskurs ca. 6-9 Monate.
Wo: VHS, Sprachschulen, Bildungsträger.
Anmeldung: BAMF-Berechtigungsschein (kostenlos bei Ausländerbehörde).
Praxistipp: Wartezeiten oft 3-6 Monate - frühzeitig beantragen! C1-Niveau kann als besondere Integrationsleistung zur Verkürzung auf 5 Jahre beitragen, aber nur in Kombination mit weiteren Faktoren (z.B. ehrenamtliches Engagement) – nicht allein.
Wo bekommen: Von Ihrer Schule bei Abschluss.
Wofür: Gilt als Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse - B1-Zertifikat nicht erforderlich.
Praxistipp: Auch 4-jähriger Besuch einer deutschsprachigen Schule ohne Abschluss kann ausreichen - bei Einbürgerungsbehörde nachfragen.
Wo bekommen: Von Ihrer Ausbildungsstätte/Hochschule bei Abschluss.
Wofür: Gilt als Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse - B1-Zertifikat nicht erforderlich.
Praxistipp: Studium muss in Deutschland absolviert worden sein (nicht nur deutsches Zeugnis aus Ausland).
Einbürgerungstest ablegen (33 Fragen, 17 richtig nötig)
Einbürgerungstest: 33 Multiple-Choice-Fragen (30 allgemeine + 3 länderspezifische = 33 Fragen gesamt) zu Demokratie, Geschichte und Gesellschaft. Mindestens 17 richtige Antworten erforderlich. Vorbereitung: Kostenlose BAMF-App mit allen 310 möglichen Fragen. Befreiung bei deutschem Schul-/Hochschulabschluss, Alter (67+) oder Krankheit.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Von VHS, Sprachschulen oder Bildungsträgern nach erfolgreicher Prüfung.
Prüfung: 33 Multiple-Choice-Fragen, 60 Minuten Zeit, 17 richtige Antworten erforderlich.
Kosten: 25 EUR (einmalig).
Termine: Ca. 1x pro Monat.
Anmeldung: Online oder direkt bei VHS/Sprachschule, 4-6 Wochen Vorlaufzeit.
Vorbereitung: Kostenlose BAMF-App 'Einbürgerungstest' (alle 310 Fragen im Fragenkatalog).
Praxistipp: Üben Sie täglich 10-15 Minuten mit der App - nach 2-3 Wochen bestehen Sie problemlos! Die Fragen sind meist einfach.
Unterlagen für Einbürgerungsantrag zusammenstellen
Benötigte Unterlagen
Wo: Immer dabei.
Praxistipp: Bei Ausländerbehörde zwingend erforderlich.
Wo bekommen: Bei Ihrer Botschaft/Konsulat falls abgelaufen.
Wofür: Identitätsnachweis und Staatsangehörigkeitsnachweis.
Wichtig: Muss noch mindestens 6 Monate gültig sein bei Antragstellung.
Praxistipp: Kopien aller Seiten mit Einträgen mitbringen.
Wo bekommen: Von Ihrem Geburtsstandesamt im Heimatland.
Übersetzung: Falls nicht auf Deutsch: beglaubigte Übersetzung durch vereidigten Übersetzer erforderlich (Kosten ca. 50-150 EUR).
Wo Übersetzer finden: Liste vereidigter Übersetzer beim Landgericht.
Apostille / Legalisation: Dokumente aus Ländern, die dem Haager Apostille-Abkommen angehören (z.B. EU, USA, Türkei), benötigen eine Apostille des Ausstattungsstaates. Dokumente aus Nicht-Haager-Ländern (z.B. Marokko, Afghanistan, Äthiopien) müssen vollständig legalisiert werden (über deutsche Botschaft und Außenministerium des Heimatlandes – Kosten 50-200 EUR, Dauer mehrere Wochen).
Praxistipp: Klären Sie frühzeitig, ob Ihr Heimatland dem Haager Abkommen angehört (www.hcch.net). Manche Einbürgerungsbehörden akzeptieren auch ohne Apostille – vorab anfragen!
Wo bekommen: Von der Ausländerbehörde (haben Sie bereits).
Wichtig: Muss unbefristet sein (Niederlassungserlaubnis) oder Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen/humanitären Gründen.
Praxistipp: Kopie aller Seiten mit Einträgen mitbringen.
Wo bekommen: Beim Bürgeramt/Einwohnermeldeamt Ihres Wohnortes.
Kosten: Meist kostenlos bis 10 EUR.
Gültig: Nicht älter als 3 Monate.
Dauer: Sofort oder innerhalb 1-2 Tage.
Praxistipp: Kurz vor Termin bei Einbürgerungsbehörde beantragen - so ist sie frisch.
Wofür: Pflicht-Nachweis für Einbürgerung.
Praxistipp: Falls mehrere Nachweise vorhanden (z.B. B1-Zertifikat UND Schulzeugnis), legen Sie alle vor - zeigt besondere Integration.
Falls befreit: Nachweis der Befreiung (z.B. deutsches Schulzeugnis, Hochschulzeugnis, ärztliches Attest bei Krankheit).
Praxistipp: Original mitbringen - Behörde macht meist Kopie.
Wo bekommen: Online (fuehrungszeugnis.bund.de) oder Bürgeramt.
Kosten: 13 EUR.
Dauer: 2-3 Wochen.
Praxistipp: Einfaches Führungszeugnis reicht, nicht erweitert.
Wo bekommen: Arbeitgeber.
Kosten: Kostenlos.
Wichtig: Nachweis Lebensunterhalt ohne Sozialleistungen.
Praxistipp: Bei Selbstständigen: Einkommenssteuerbescheid.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Standesamt.
Kosten: 10-15 EUR.
Praxistipp: Bei Einbürgerung als Ehegatte wichtig.
Wofür: Nachweis, dass Ehepartner deutsch ist bzw. Aufenthaltsrecht hat.
Praxistipp: Falls Ehepartner bereits eingebürgert: Einbürgerungsurkunde oder neuer Personalausweis mitbringen.
Wo bekommen: Standesamt.
Kosten: 10-15 EUR.
Praxistipp: Kinder können mit eingebürgert werden.
Wo bekommen: Von Ihrer Krankenkasse (Mitgliedsbescheinigung) oder privaten Krankenversicherung (Versicherungsschein).
Kostenlos.
Dauer: Sofort verfügbar oder wenige Tage per Post.
Praxistipp: Fragen Sie Ihre Einbürgerungsbehörde vorab, ob dieser Nachweis benötigt wird – er ist zwar nicht bundesweit Pflicht, aber regional immer häufiger gefordert.
Einbürgerungsantrag bei der Einbürgerungsbehörde stellen
Benötigte Unterlagen
Wichtig: Originale UND Kopien mitbringen - manche Behörden behalten Originale ein, andere machen selbst Kopien.
Praxistipp: Rufen Sie vorher an und fragen Sie, ob Originale + Kopien oder nur Originale erforderlich sind. Legen Sie alle Dokumente in eine Mappe - so haben Sie alles griffbereit.
Wo bekommen: Einbürgerungsbehörde oder online zum Download.
Umfang: 6-10 Seiten.
Praxistipp: Füllen Sie das Formular sorgfältig aus - Fehler verzögern die Bearbeitung um Monate!
Wo bekommen: Arbeitgeber oder Finanzamt.
Wichtig: Nachweis, dass Sie Ihren Lebensunterhalt selbst sichern können (keine Sozialhilfe).
Praxistipp: Bei Ehepartnern: Gemeinsame Einkommen zählen!
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Deutsche Rentenversicherung (online oder per Post). Kostenlos.
Praxistipp: Zeigt Ihre Erwerbsbiografie und Integration in Deutschland - kann hilfreich sein, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Kosten: 255 EUR pro Person, 51 EUR pro miteingebürgertes Kind (siehe Schritt 6).
Zahlung: Meist bar oder EC-Karte direkt bei Antragstellung, manche Behörden schicken Rechnung per Post.
Praxistipp: Fragen Sie vorher, welche Zahlungsarten akzeptiert werden.
Einbürgerungsgebühr bezahlen (255 EUR pro Person)
Optionale Unterlagen
Wann: Nach Zahlung von der Behörde ausgestellt oder nach Überweisung.
Wofür: Nachweis der Gebührenzahlung für Ihre Unterlagen.
Kosten: 255 EUR pro Person, 51 EUR pro miteingebürgertes Kind (bundesweit einheitlich).
Praxistipp: Gut aufbewahren - bei Nachfragen haben Sie den Nachweis.
Wo bekommen: Bei Einbürgerungsbehörde (oft online verfügbar).
Voraussetzung: Bezug von Bürgergeld, Sozialhilfe, BAföG oder besondere Härtefälle (z.B. Kinderreichtum, geringes Einkommen trotz Arbeit).
Nachweise: Kontoauszüge, Einkommensnachweise, Bürgergeld-Bescheid.
Praxistipp: Fragen Sie nach Ratenzahlung als Alternative (3-6 Monatsraten) - oft einfacher als Befreiung.
Bearbeitungszeit abwarten (3-24 Monate)
Aufenthaltstitel aktiv verlängern: Ihr Aufenthaltstitel läuft während der Bearbeitung NICHT automatisch weiter! Sie müssen ihn bei der Ausländerbehörde rechtzeitig verlängern lassen – sonst riskieren Sie Ihren legalen Aufenthaltsstatus und gefährden die Einbürgerung. Beantragen Sie die Verlängerung mindestens 6-8 Wochen vor Ablauf.
Lebensunterhalt sichern: Kein Bezug von Bürgergeld oder Sozialhilfe während der Bearbeitung (außer unverschuldet – dann Behörde informieren).
Einbürgerungszusage erhalten und Einbürgerungsurkunde abholen
Einbürgerungszusage mit Datum und Termin zur Aushändigung der
Einbürgerungsurkunde (meist 2-6 Wochen später). Teilnahme an Einbürgerungszeremonie verpflichtend - Sie legen den
Loyalitätseid ab. Urkunde ist offizieller Staatsangehörigkeitsnachweis und wird für Personalausweis/Reisepass benötigt. Sorgfältig aufbewahren (Neuausstellung ca. 50 EUR).
Optionale Unterlagen
Wann: Ausgehändigt bei Einbürgerungszeremonie (meist im Rathaus).
Loyalitätseid: Verpflichtende Eidesformel seit 27.06.2024: 'Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.'
Wofür: Benötigt für Beantragung von Personalausweis und Reisepass, für viele Behördengänge.
Verlust: Neuausstellung ca. 50 EUR.
Praxistipp: Sorgfältig aufbewahren (z.B. im Dokumenten-Safe mit Geburtsurkunde, Heiratsurkunde). Sie brauchen sie immer wieder!
Deutschen Personalausweis und Reisepass beantragen
Personalausweis (Pflicht ab 16 Jahren!) und
Reisepass (optional, für Reisen außerhalb EU/EWR/Schweiz). Termin beim Bürgeramt, Kosten: Personalausweis 46 EUR (ab 24) / 27,60 EUR (unter 24), Reisepass 70 EUR (32 Seiten) / 92 EUR (48 Seiten). Bearbeitungszeit 3-6 Wochen. Seit 27.06.2024: Bisheriger Pass des Heimatlandes bleibt gültig (doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt).
Benötigte Unterlagen
Wofür: Pflicht-Nachweis für Beantragung von Personalausweis und Reisepass.
Wichtig: Original mitbringen - Behörde macht Kopie.
Praxistipp: Beantragen Sie Personalausweis und Reisepass gleichzeitig - spart einen Behördengang.
Wo bekommen: Beim Fotografen oder Fotoautomaten (z.B. im Bahnhof, Drogerie).
Kosten: Ca. 10-15 EUR beim Fotografen, 5-8 EUR am Automaten.
Wichtig: Biometrisch = neutraler Gesichtsausdruck, geschlossener Mund, Blick direkt in Kamera.
Praxistipp: Lassen Sie gleich 4-6 Fotos machen - brauchen Sie auch für andere Dokumente.
Optionale Unterlagen
Wofür: Als zusätzlicher Identitätsnachweis - erleichtert Bearbeitung.
Wichtig: Seit 27.06.2024 doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt - Sie dürfen beide Pässe behalten und nutzen (außer bei Ländern, die doppelte Staatsbürgerschaft verbieten wie China, Indien, Japan).
Praxistipp: Mit deutschem Pass können Sie in 190+ Länder visumfrei reisen!
Wichtige Stellen über neue Staatsangehörigkeit informieren
Benötigte Unterlagen
Wofür: Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit für alle Stellen.
Praxistipp: Machen Sie 5-10 Kopien - jede Stelle verlangt meist eine Kopie. Original sorgfältig aufbewahren.
Wofür: Identitätsnachweis mit neuer Staatsangehörigkeit.
Praxistipp: Kopien für alle Stellen (Bank, Versicherungen, Arbeitgeber) bereithalten.
Prüfen, ob Staatsangehörigkeit durch Geburt erworben wurde
Abstammungsprinzip (ius sanguinis): Wenn mindestens ein Elternteil deutsch ist, erhält das Kind automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit.
Geburtsortprinzip (ius soli) seit 2000: Kinder ausländischer Eltern erhalten deutsche Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt seit 5 Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt UND unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt. Optionspflicht abgeschafft - doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt.
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Vom Standesamt des Geburtsortes.
Wofür: Prüfung, ob deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt erworben wurde.
Praxistipp: Falls Sie unsicher sind, ob Ihr Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hat - fragen Sie beim Standesamt oder Einbürgerungsbehörde nach. Manchmal wurde die Staatsangehörigkeit automatisch erworben, aber nie offiziell festgestellt!
Wofür: Nachweis, dass Eltern zum Zeitpunkt der Geburt seit 5 Jahren rechtmäßig in Deutschland lebten UND unbefristetes Aufenthaltsrecht besaßen (Voraussetzung für ius soli).
Praxistipp: Ausländerbehörde kann Aufenthaltsverlauf bestätigen - fragen Sie dort nach.
Staatsangehörigkeitsausweis beantragen (Feststellung der Staatsangehörigkeit)
Staatsangehörigkeitsausweis beantragen. Dieser bestätigt offiziell die deutsche Staatsangehörigkeit. Antrag beim Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln online auf www.bundesverwaltungsamt.de. Kosten: 51 EUR (Kinder unter 18), 102 EUR (Erwachsene). Bearbeitungszeit: 6-12 Monate. Wichtig: Ausweis ist kein Reisedokument - nur Nachweis der Staatsangehörigkeit. Für Reisen: Personalausweis oder Reisepass benötigt.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Vom Standesamt des Geburtsortes.
Beglaubigung: Vom Bürgeramt oder Notar (ca. 5-10 EUR).
Wofür: Nachweis der Geburt in Deutschland für Staatsangehörigkeitsausweis.
Praxistipp: Mehrere beglaubigte Kopien anfertigen lassen - brauchen Sie für verschiedene Anträge.
Wo bekommen: Vom Standesamt des jeweiligen Geburtsortes der Eltern.
Wofür: Nachweis der Abstammung für Staatsangehörigkeitsausweis.
Praxistipp: Falls Eltern im Ausland geboren: ggf. beglaubigte Übersetzung erforderlich.
Wo bekommen: Von der Ausländerbehörde (Bestätigung über Aufenthaltsverlauf).
Wofür: Nachweis, dass Eltern seit 5 Jahren rechtmäßig in Deutschland lebten UND unbefristetes Aufenthaltsrecht besaßen.
Praxistipp: Ausländerbehörde kann schriftliche Bestätigung ausstellen.
Wo bekommen: Beim Fotografen oder Fotoautomaten (ca. 5-15 EUR).
Wofür: Für den Staatsangehörigkeitsausweis.
Praxistipp: Gleiche Anforderungen wie für Personalausweis (neutraler Gesichtsausdruck, geschlossener Mund).
Optionale Unterlagen
Wo bekommen: Vom Standesamt des Heiratsortes.
Wofür: Nachweis der Ehe der Eltern für Staatsangehörigkeitsausweis.
Praxistipp: Nicht immer erforderlich - abhängig vom Einzelfall.
📋 Doppelte Staatsbürgerschaft behalten (seit 2024)
Prüfen, ob doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt ist (seit 27.06.2024 generell erlaubt)
Beide Pässe nutzen und Verpflichtungen beachten
Benötigte Unterlagen
Wofür: Pflicht bei Ein-/Ausreise Deutschland (§ 7 PassG). Innerhalb EU/EWR/Schweiz bevorzugt nutzen. Für Drittländer mit Visa-Vorteilen.
Praxistipp: Mit deutschem Pass können Sie in 190+ Länder visumfrei reisen!
Wofür: Pflicht bei Einreise ins Heimatland (viele Länder verlangen von eigenen Staatsbürgern Einreise mit Heimatpass, z.B. Türkei, Iran, Brasilien).
Wichtig: Bei doppelter Staatsbürgerschaft bleibt Heimatpass gültig (seit 27.06.2024).
Praxistipp: Bewahren Sie beide Pässe immer bei Reisen auf - so sind Sie auf alle Situationen vorbereitet.
📋 Einbürgerungstest vorbereiten
Einbürgerungstest kennenlernen
Praxistipp: Der Test ist bei guter Vorbereitung gut zu bestehen – die meisten Kandidaten, die regelmäßig mit der BAMF-App üben, schaffen deutlich mehr als die Mindestpunktzahl.
Benötigte Unterlagen
Was akzeptiert wird: Personalausweis, Reisepass oder Ausländerausweis.
Praxistipp: Ohne Ausweis keine Teilnahme – legen Sie das Dokument am Vorabend bereit.
BAMF-Testzentrum anmelden
Praxistipp: Melden Sie sich rechtzeitig an, sobald Sie mit der Vorbereitung beginnen – so haben Sie noch genug Zeit zum Lernen bis zum Termin.
Benötigte Unterlagen
Wo bekommen: Per E-Mail nach Online-Anmeldung auf bamf.de oder bei der VHS.
Wofür: Nachweis des gebuchten Termins, ggf. für die Einbürgerungsbehörde.
Praxistipp: Bewahren Sie die Bestätigung auf – sie enthält Datum, Uhrzeit und Ort der Prüfung.
Mit BAMF-App und Übungsplattform lernen
Praxistipp: Viele Kandidaten bestehen den Test problemlos nach 2-3 Wochen täglichem Üben (15-20 Minuten). Die Fragen sind klar formuliert und die Antwortoptionen gut strukturiert.